© Bayern Innovativ GmbH / Norbert Mebert

[Rückblick] K wie innovativ Kreativität als Werkzeug im Innovationsprozess

Kreativität ist Werkzeug, Rohstoff und erzeugt Neues. Kreativität ist der Ausgangspunkt für Ideen und Innovationen. Für manche ist Kreativität überall, für andere einfach nicht greifbar – warum ist das so? Und wie kann Kreativität im Arbeitsalltag eingesetzt werden? Diese Fragen warf Inci Strauß, Leiterin des Bayerischen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft, bei der Abendveranstaltung „K wie innovativ“, in den Raum. Das Event fand im Rahmen des Nürnberg Digital Festivals statt, bei dem bayernkreativ Kooperationspartner war.

Auftakt der Veranstaltung war das RGB-Ensemble. Es erforscht das wechselseitige Einwirken zwischen den Kunstformen Malerei, Musik und Tanz. Die Zuschauer bekamen ein Wechselbad von impulsiven, lauten und leisen Tönen durch Schlagzeug und Kontrabass hautnah zu spüren.

„Kreativität im Innovationsprozess“ war die Thematik im Impulsvortrag von Creative Strategist Tobias Seemiller von Neonpastell aus Augsburg. Er erläuterte die unterschiedlichen Welten zwischen Kreativen, die eine emotionale Herangehensweise haben und wirtschaftlichen Akteuren, die rational denken und arbeiten. Dabei versuchte Seemiller Lösungen und Verbindungen zu finden.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die Experten aus der Kreativitätsforschung und die Kreativunternehmer/Innen ihre Erfahrungen:
Thor van Horn, Inspirator Quantum Kunst
Prof. Dr. Jochem Müller, Studiengangsleiter Kreatives Management (MBA), Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach
Bernadette Reichel, Product & Business Development, Design Offices GmbH
Annika Schütz, MindSphere Marketing and Developer Relations, Siemens Industry Software GmbH
Tobias Seemiller, Creative Strategist, Neonpastell GmbH Augsburg.

Hier eine kleine Auswahl der wichtigsten Statements:

Wir brauchen Empathie, Offenheit und Mut, aber auch Willensstärke, um tief tauchen zu wollen. Außerdem die Anpassung an andere und die Fähigkeit zuhören zu können.
– Bernadette Reichel

Ich orientiere mich an Joseph Boys, sehe ihn als Vorbild, denn jeder ist ein Künstler, wenn wir phantasievoll, kreativ, offen und spirituell sind und dies üben. Wir können all dies in unserem Beruf machen, nicht nur als Kreativschaffender, sondern z. B. auch im Ingenieurwesen.
– Thor van Horn

Im Open Innovation Process sind verschiedenste Akteure und jeder spricht unterschiedliche Sprachen. Was wirklich hilft, ist eine klare Vision, ein klares Ziel zu haben, ganz viel darüber zu reden und geduldig sein auch mit den Leuten und somit hat man eine andere Denkweise.
– Annika Schütz

Zusammenfassend stellten die Experten fest, dass es noch ein langer Weg sein wird, aber dieser gemeinsam zu schaffen sei. Man muss den Weg nur gehen. Beim abschließenden Netzwerken über die Thematik fand ein reger Austausch zwischen den Kreativschaffenden statt.